Stolpersteine Ulm
Stolpersteine Ulm

OTTO HÄUSSLER
JG. 1892
HA. WEISSENAU 1917
HA. WEINSBERG 1919
GRAFENECK 21.6.1940
ERMORDET

Otto Häussler

Otto Häußler kam am 22. Oktober 1892 in Ulm zur Welt.Von 1915 bis 1916 war er als Soldat an der Front, wo er schwer verwundet wurde. 1917 wurde er in das Lazarett Siemensstadt eingeliefert, wo eine Nervenschwäche diagnostiziert wurde. Nach einem weiteren Lazarettaufenthalt kam Häußler am 7. Februar 1917 in die psychiatrische Heilanstalt Gröben und blieb dort bis Frühjahr 1917. Im Oktober 1917 wurde er in das Lazarett der Heilanstalt Weissenau eingewiesen.

1918 konnte Otto Häußler beurlaubt und von seiner Mutter nach Hause geholt werden. 1919 wurde er erneut wegen psychischer Symptome eingewiesen, diesmal in die Heilanstalt Weinsberg.Das Versorgungsamt attestierte 1921, dass seine Krankheit „durch Dienstbeschädigung, schädigende Einflüsse des Kriegsdienstes“ entstanden sei. Häußler galt somit als „Militärrentner“. 1937 revidierte das Versorgungsamt jedoch dieses Gutachten mit der Begründung, dass bei ihm eine erblich bedingte psychische Erkrankung vorliege.

Otto Häußler blieb in Weinsberg bis zu seinem Abtransport nach Grafeneck am 21. Juni 1940, wo er im Alter von 47 Jahren am selben Tag als „lebensunwert“ ermordet wurde.