Stolpersteine Ulm
Stolpersteine Ulm

KLARA HILLER
JG. 1880
HA. WEISSENAU 1911
GRAFENECK 1.8.1940
ERMORDET

Klara Hiller

Klara Hiller 1911. Bildrechte Bundesarchiv

Klara Hiller war die jüngste der sieben Kinder von Wilhelmine (geborene Rueß) und Theodor Hiller, einem Postsekretär und Bahnschaffner. Von ihrem Geburtsort Sigmaringen zog die Familie 1900 nach Ulm, wo die nun zwanzigjährige Klara die Höhere Töchterschule besuchte. Schon zwei Jahre später starb ihr Vater. Bereits in ihrer Kindheit hatte sie Krampfanfälle und wurde unter anderem in der Anstalt für Epilepsiekranke in Kork (Kehl) und in der Anstalt in Stetten / Remstal behandelt. Bis 1911 lebte sie in Ulm, dann, kurz nach ihrem 31. Geburtstag, wurde sie auf Empfehlung des Anstaltsarztes von Stetten in die psychiatrische Anstalt in Weissenau verlegt. Trotz der starken Beruhigungsmittel, die sie bekam, hielten ihre Anfälle an, immer wieder zog sie sich Verletzungen zu. In ihrer Krankenakte stand 1938, sie sitze etwas zurückgezogen und fleißig über ihrer Arbeit. Die Akten berichten auch, sie schreibe Briefe an ihre Angehörigen. Ob diese Briefe tatsächlich von der Anstalt abgeschickt wurden und ob sie darauf Antwort bekam, ist nicht überliefert.

Am 1.8.1940 wurde Klara Hiller von der Anstalt Weissenau nach Grafeneck deportiert und dort ermordet.